"Verwahrentgelt" für Guthaben

Größte Sparkasse führt Negativzinsen ein

Zunächst sind institutionelle Anleger und Firmenkunden betroffen: Für ihre Einlagen nimmt die Hamburger Sparkasse jetzt Zinsen, anstatt welche zu zahlen. Doch auch für Privatpersonen will das Geldhaus dies auf Dauer nicht ausschließen.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat angekündigt, für Einlagen bestimmter Kunden Negativzinsen zu fordern. "Die auf Dauer angelegte Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es auch für uns notwendig, für größere Guthaben von institutionellen Anlegern und Firmenkunden ein Verwahrentgelt zu nehmen", sagte eine Haspa-Sprecherin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Negativzinsen für Privatkunden sollten aber "so lange wie möglich" vermieden werden.

Mit den Firmenkunden des Geldinstituts würden derzeit Gespräche geführt, sagte die Sprecherin. Der Zinssatz sei nicht starr festgelegt, sondern richte sich "auch nach dem individuellen Geschäftsumfang mit der Haspa".

Die Haspa ist laut einem Ranking des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands die größte Sparkasse Deutschlands, unter anderem nach Bilanzsumme und nach Kundeneinlagen. Vor ihr hatte schon eine Reihe anderer Banken negative Zinsen für Firmenkunden eingeführt. Auch Privatkunden bekommen die Schwierigkeiten der Geldhäuser zu spüren: Vielerorts steigen Konto- und Kartengebühren.

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), zu dem sich Banken Geld bei ihr leihen können, liegt seit März 2016 bei 0,0 Prozent. Wenn die Banken Geld bei der EZB parken, müssen sie Strafzinsen zahlen.
Quelle: n-tv.de (08.02.2017)
 
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