27.600 Verträge betroffen - Generali setzt bei Privatrenten den Rotstift an

Der Lebensversicherer Generali kürzt ab sofort bei tausenden Kunden die Privatrenten, die sich bereits in der Auszahlungsphase befinden. Konkret soll bei 27.600 Verträgen die Überschussbeteiligung gestrichen werden. Das Münchener Unternehmen begründet diesen Schritt mit den anhaltend niedrigen Zinsen.

Die Kürzungen seien das Ergebnis der anhaltenden Niedrigzinsphase, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihrer Montagsausgabe und verweist auf Aussagen eines Sprechers gegenüber der SZ. „Von den Rentensenkungen sind 27.600 Verträge betroffen“, zitiert die Zeitung aus einem internen Schreiben.
 
 

Wer ist von den Kürzungen betroffen?

Alle Kunden, die von August 2017 eine Privatrente erhalten, werden nur den gekürzten Betrag erhalten. Dem Zeitungsbericht zufolge will Generali betroffene Kunden sechs Wochen vor der Kündigung informieren.
 

Wie hoch fallen die Kürzungen aus?

Die gesamte Überschussbeteiligung, die Kunden üblicherweise neben der Garantieverzinsung in der klassischen Lebensversicherung erhalten, soll wegfallen – genauer gesagt für alle Generali-Kunden, die Garantien von mehr als 1,75 Prozent in ihren Verträgen haben.
Wie viel die Senkung ausmachen werde, habe der Versicherer laut SZ nicht sagen können. Dies könne man erst zum jeweiligen Fälligkeitsdatum individuell berechnen, heißt es.
 

Sind auch die Garantien in Gefahr?

Aus dem Bericht geht hervor, dass Generali nicht an den Garantien rütteln werde.
 

Gab es bereits ähnliche Fälle?

Bereits 2016 kürzte die Neue Leben Pensionskasse, die zur Talanx gehört, die künftigen Renten für rund 80.000 Betroffene.
 

Ziehen bald weitere Versicherer nach?

Die Generali werde mit der Senkung nicht allein bleiben, prognostiziert die SZ. Zu sehr würden die niedrigen Zinsen an den Kapitalanlagen aller Versicherer nagen.
 
Die Generali Lebensversicherung gehört zur italienische Generali-Gruppe und ist zusammen mit den Schwesterunternehmen Aachen Münchner und Cosmos Direkt die Nummer zwei am deutschen Versicherungsmarkt. Quelle: pfefferminzia.de (03.07.2017)
 
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